Unser Profil

Sozialpädagogische Lernhilfe richtet sich den Fähigkeiten des Schülers/der Schülerin entsprechend aus und verschafft Möglichkeiten, diese im konkreten Alltagshandeln (Ausflüge, Freizeitaktivitäten, usw.) umzusetzen. Mit der Einbettung lerntherapeutischer Methoden in den unmittelbaren und lebenspraktischen Zusammenhang ist die Voraussetzung für einen nachhaltigen Lernerfolg geschaffen.

Entwicklungswerk verfolgt in der Sozialpädagogischen Lernhilfe das Ziel, lerntherapeutisches Knowhow in die klassische Sozialpädagogische Lernhilfe einfließen zu lassen, um ein interdisziplinäres Arrangement zu schaffen, das Kinder, Jugendliche und deren Eltern optimal unterstützt.
Sozialpädagogische Handlungsmethoden werden durch wissenschaftlich begründete Lerntechniken erweitert und bieten die Chance, eine gezielte schulische Förderung umzusetzen, die neben Motivation und geeigneten Lernbedingungen auch die Fähigkeiten im Blick hat.

Im Folgenden stellen wir unsere konzeptionellen Besonderheiten anhand eines Fallverlaufs stichwortartig vor.

Hilfebeginn
Phase: Beziehungsaufbau und zielbezogene Bedarfsklärung mit Hilfe des EVA-Modells © (Orientiert an Hilfeplanzielen)

  •  Termin in der Lerntherapeutischen Einrichtung zur Testung, um Aufschluss darüber zu geben mit welchen Fähigkeiten das Kind ausgestattet ist (Rechtschreibung, Leseleistung, Rechnen, Konzentrationsfähigkeit, etc.) und ob Auffälligkeiten (ADHS, etc.) vorliegen
    • Rückmeldung der Lerntherapeutin an die Fachkraft und das Kind, sowie Übermittlung geeigneter Lernmethoden
  • Interviews mit den Erziehungsberechtigten und dem Kind mit folgenden Zielen:
    • Kind: Wünsche und Motivation in Erfahrung bringen
    • Erziehungsberechtigte: Erwartungen klären, Werte und Denkmuster erkennen

Hilfeverlauf
Hauptphase: Hypothesenbildung – Interventionen – Reflektion – Anpassung

  • Auswertung der Interviews
    • Hypothesenbildung für die Bereiche Motivation (Wollen) und Rahmen (Dürfen/Sollen)
    • Interventionsplanung
      • Fokus auf lebenspraktisches Lernen
  • Kontinuierliche Anwendung lerntherapeutischer Methoden während der Betreuungszeit
  • Überprüfung der schulischen Entwicklung alle 6 Monate durch die lerntherapeutischen Fachkräfte
    • Testung der schulischen Entwicklung sowie Überprüfung der Wirksamkeit der angewandten Methoden
    • gegebenenfalls Anpassung der Lernmethoden
  • Dokumentation der Betreuungskontakte über Jugendhilfesoftware
    • Darstellung der Methoden und Interventionen bezogen auf die Ergebnisziele

Hilfeende
Ablösungsphase 

  • Stabilisierung der erreichten Ziele
  • Zusammenfassende Reflektion des Erreichten unter Teilnahme der Lerntherapeutin
    • Übergabe von Hilfsmitteln und positiven Handlungsoptionen für das Erziehungsverhalten und zukünftige Begleitungsmöglichkeiten